Dr. Manfred Kudernatsch - CuratOR

"Durch die Monitorgröße und die exzellente Bildqualität können zum Beispiel die Bilder vom Arbeitsplatz am OP-Tisch aus beurteilt und angeschaut werden"

Dr. Manfred Kudernatsch - Chefarzt der Neuro- und Epilepsiechirurgie

Bequeme, sichere und vor allem hygienische Bildwiedergabe im OP

Der im Oktober 2015 eröffnete OP-Neubau der Schön Klinik Vogtareuth beherbergt eines der modernsten OP-Zentren in Süddeutschland. Rund 50 Mio. Euro investierte die Klinikgruppe in das Gebäude, um ein Umfeld zu schaffen, das die bestmögliche Behandlung für die Patienten und ein effizientes Arbeiten für das medizinische Personal ermöglicht. Ein wesentlicher Baustein ist dabei die Bildwiedergabetechnik in den OP-Sälen: Um eine qualitativ hochwertige Darstellung von Aufnahmen und Live-Bildern für den Operateur zu gewährleisten und gleichzeitig die Aufbereitung der Räume zu vereinfachen, ließ die Klinik speziell angepasste Surgical Panel Display-Konsolen von EIZO installieren.

Bei der Planung des neuen OP-Zentrums, das ganz auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und die Patientensicherheit zugeschnitten sein sollte, stand sehr schnell die Entscheidung für in die Wände eingelassene Monitore fest, wie OP-Manager Hubert Sewald erklärt: „Aus hygienischer Sicht ist eine möglichst glatte Wand sicherer und schneller desinfizierend aufzubereiten als Aufbauten oder komplexe Monitorarme. Außerdem ist die Kollisionsgefahr mit beweglichen Gegenständen im OP dadurch deutlich geringer.“ In den Operationssälen sollten daher jeweils sowohl ein 47“-Röntgenbildbetrachter, auf dem Bilder aus dem RIS, PACS und KIS sowie Live-Aufnahmen wiedergegeben werden können, als auch ein KIS-Arbeitsplatz mit einem Display mit mindestens 23“ als Wandkonsole realisiert werden. Zusätzlich sollte bereits die Basis für eine geplante 19“-Steuerungsstelle für Videorouting gelegt werden.

Die Ausschreibung für eine entsprechende technische Lösung enthielt neben den hygienischen Aspekten – einschließlich Glasabdeckung, Dichtigkeit und Desinfektionsmittel-Resistenz der Oberflächen – und den typischen Norm-Vorgaben auch funktionale Anforderungen: So durften die Displays nicht spiegeln, mussten eine DICOM-konforme Wiedergabe bieten und sollten über eine anwenderfreundliche Tastatur zu bedienen sein. Außerdem sollte sich das System einfach warten und upgraden lassen sowie ausreichend Anschlüsse für externe Geräte wie beispielsweise Scanner umfassen. Dabei hatte es in den vorgegebenen, eng bemessenen Bauraum mit einer maximal möglichen Gehäusetiefe von 15 cm zu passen.

Höchste Bildqualität für ein entspanntes Arbeiten

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, fertigte der Monitorexperte EIZO eigens auf die Bedürfnisse der Schön Klinik Vogtareuth abgestimmte Sondermodelle seiner bewährten Surgical Panels an. „Insbesondere beim 47“-Großdisplay war hier Millimeterarbeit gefragt, damit wir ins bauliche Rastermaß passten“, berichtet Matthias Lubkowitz, Vice President der EIZO-Sparte OR Solutions. Eingerichtet wurde diese Stelle als praktischer Stehplatz, während die KIS-Einheit mit einer Kombination aus 24“-Display und vorbereitetem 19“-Touchscreen für die Videointegration als Sitzarbeitsplatz angelegt ist. Beide Systeme nutzen spezielle LCD-Monitore mit 1.920 x 1.080-Full-HD, DICOM-preset und einem Kontrastverhältnis von 1.000:1. Die Luminanz des größeren Displays liegt bei 700 cd/m², die des kleineren bei 250 cd/m². Damit wird eine augenschonende Betrachtung auch kleinster Details ermöglicht.

„Durch die Monitorgröße und die exzellente Bildqualität können zum Beispiel die Bilder vom Arbeitsplatz am OP-Tisch aus beurteilt und angeschaut werden“, führt Dr. Manfred Kudernatsch, Chefarzt der Neuro- und Epilepsiechirurgie, die Vorteile der neuen Lösung für die praktische Arbeit im OP aus. Ebenso eigne sich die Technik auch für die Nutzung zwischen Operationen sehr gut: „Je nach Bedarf kann entweder am kleinen Monitor sitzend oder am großen Monitor stehend – was die Wirbelsäule schont – viel Routinearbeit erledigt werden.“

Hygienische Technik nach Kundenanforderungen maßgeschneidert

Verbaut sind die Monitore samt Rechner mit 3,4 GHz i7-Prozessor, 8 GB RAM und 250 GB SSD-Festplatte in einem Gehäuse aus beschichtetem Stahlblech, das wassergeschützt und an allen Durchdringungsstellen gegen Staubeintrag gesichert ist. Die Front bildet eine durchgehende, beidseitig entspiegelte Scheibe aus Sicherheitsglas, die zur Wand wie zum Gehäuse hin umlaufend abgedichtet ist und eine einfache Desinfizierung gewährleistet. Für Wartungsarbeiten oder zum Austausch von Komponenten lässt sich die Front einfach aufklappen. Die Kühlung von PC und Monitor erfolgt passiv, was im Gegensatz zu herkömmlichen Lüftern sehr gute Hygieneeigenschaften garantiert, da kein Luftaustausch mit dem OP stattfindet.

Zur Bedienung verfügen beide Plätze über eine in mehreren Stufen nach oben und unten klappbare Tastatur inklusive Touchpad, die mit antimikrobiellem Silikon überzogen ist. Dadurch bietet sie Verschmutzungen keine Angriffspunkte und lässt sich vollständig desinfizieren. „Damit der Bediener möglichst bequem tippen kann und die Gelenke entlastet werden, haben wir hierfür auf Wunsch der Klinik kurzfristig noch eine ganz neue Handballenablage konzipiert und realisiert“, so Lubkowitz. Ergänzt wird die Steuerung durch eine Lauffläche für eine Silikonmaus, die als Absturzsicherung zusätzlich mit einer Kante versehen ist. Direkt neben dem Mausanschluss wurde auf Anfrage des Kunden ein USB-Eingang implementiert. Zwei weitere USB-Eingänge, ein Klinkenanschluss für Audio, der Hauptschalter sowie ein Reset-Knopf für das gesamte System sind seitlich davon abgesetzt angebracht. Alle Eingänge sind spritzwassergeschützt und die Schalter flüssigkeitsdicht konstruiert.

Hubert Sewald - OR manager

"Wir können dem System in allen geforderten Punkten eine hohe Zuverlässigkeit bestätigen"

Hubert Sewald - OP-Manager

Fazit

Die CuratOR Surgical Panels werden seit inzwischen knapp neun Monaten im Alltagsbetrieb der Schön Klinik Vogtareuth genutzt. Die Eingewöhnung fiel dem medizinischen Personal leicht, wie Dr. Kudernatsch erklärt: „Die Umstellung auf dieses neue System lief problemlos.“ Und auch die Kollegen aus der hygienischen Aufbereitung und aus der Technik sind mit den modernen Bildwiedergabekonsolen mehr als zufrieden: „Wir können dem System in allen geforderten Punkten eine hohe Zuverlässigkeit bestätigen“, berichtet OP-Manager Sewald.

Mit der RadiForce-Serie entwickelte EIZO medizinische Monitore, die sich exakt den diagnostischen Anforderungen anpassen und den Arzt bei der exakten Diagnostik unterstützen.

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